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Der Stürmer

Julius Streicher

Julius Streicher war ein prominenter Nazi-Propagandist und Herausgeber der Hetzschrift "Der Stürmer", die sich durch extreme antisemitische Hetze auszeichnete. Als einer der Angeklagten bei den Nürnberger Prozessen nach dem Zweiten Weltkrieg stand Streicher vor Gericht, da er durch die ideologische Propaganda seines Blattes wesentlich zur Verbreitung des Antisemitismus im Dritten Reich beitrug. Der Artikel dokumentiert anhand der Stadtarchive in der Metropolregion Nürnberg die Geschichte dieser Figur und ihre Bedeutung für die Aufarbeitung der NS-Zeit.

Der Stürmer

Erwähnungen (5)

Alles gesagt?
🗣 Uli Wickert erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:46:03
„Hier bei Wolf ist es ja so gewesen, dass er dem FPÖ Kandidaten vorgeführt hat, ein Bild Plakat von FPÖ-Wahlplakat und dann ein Bild vom Stürmer gesagt. Das ist doch das Gleiche. Da hat er natürlich irrsinnig aufgekriegt.“

Wickert beschreibt den Skandal um ORF-Journalist Armin Wolf, der in einer Sendung ein FPÖ-Wahlplakat neben eine Ausgabe des NS-Hetzblatts 'Der Stürmer' gehalten hatte, um die visuelle Ähnlichkeit aufzuzeigen. Dies führte zu massivem Druck der FPÖ gegen Wolf.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:41:45
„Dann gehören ja noch Leute dazu wie Julius Streicher, sozusagen der übelste Antisemit des Dritten Reiches, der den Stürmer dieses Hetzblatt herausgegeben hat.“

Im Gespräch über die Nürnberger Prozesse und die dort Angeklagten erwähnt Precht Julius Streicher und dessen Hetzblatt 'Der Stürmer' als Beispiel für die verschiedenen Typen von Angeklagten – neben Militärs wie Keitel und Jodl, die ihre Anklage nicht verstanden, stand mit Streicher ein ideologischer Propagandist vor Gericht.

Alles gesagt?
🗣 Armin Wolf referenziert bei ⏱ 05:14:41
„Ich habe mich wirklich sehr, sehr viel mit der NS-Zeit beschäftigt, auch nach der Festbiografie noch. Und fand das wirklich eigentlich unglaublich, dass man das im Jahr 2018, glaube ich, noch macht als Partei, als offizielle Publikation einer Partei.“

Wolf schildert sein berühmtes Interview mit FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky, in dem er ein rassistisches FPÖ-Parteiplakat einer Karikatur aus dem NS-Propagandablatt 'Der Stürmer' gegenüberstellte. Er sieht bis heute keinen wesentlichen Unterschied zwischen beiden Darstellungen und hält den Vergleich für journalistisch legitim.

Alles gesagt?
🗣 Eva Menasse erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:33:52
„Georg Kreisler gibt es die unglaubliche Geschichte, wo er behauptet hat, dass er den, wie hieß der Streicher, der vom Stürmer? Julius Streicher, dass er den verhört hat und dass Streicher zu ihm sagte… Also eins der Hetzblätter der Nazis.“

Im Zusammenhang mit der Rückkehr jüdischer Emigranten als alliierte Soldaten nach Wien erzählt Eva Menasse eine Anekdote über Georg Kreisler, der den NS-Propagandisten Julius Streicher verhört haben soll. Der Stürmer wird als eines der Hetzblätter der Nazis eingeordnet. Die Pointe: Kreisler soll Streicher gefragt haben 'Herr Streicher, jetzt mal ganz ehrlich, wer hat angefangen?'

ZEIT Verbrechen
🗣 Anne Kunze referenziert bei ⏱ 00:14:22
„Das war Julius Streicher dabei. Das war der Gründer und langjährige Herausgeber des Hetzplatz der Stürmer. Und der wohnte in Nürnberg, wo Lodge ja selber gelebt hatte. Nur wenige Häuser von der Familie Lorch entfernt. Das war ein absoluter Widerling.“

Im Zusammenhang mit der Überführung der Angeklagten nach Nürnberg wird Julius Streicher als Gründer und Herausgeber des antisemitischen Hetzblatts 'Der Stürmer' vorgestellt. Er war ein Nachbar der jüdischen Familie Lorch in Nürnberg, was die persönliche Dimension für den Zeitzeugen Ernest Lodge unterstreicht.

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