Der Prozess
Franz Kafka
Der Prozess ist einer von drei unvollendeten und postum erschienenen Romanen von Franz Kafka. Die Entstehungszeit dieses unvollendeten Werkes fiel mit pr�gnanten Ereignissen im Leben Kafkas zusammen. Mitte 1914 fand die Aufl�sung der Verlobung mit Felice Bauer statt. Dieses Ereignis war f�r Kafka mit einem starken Gef�hl des Angeklagt-Seins verbunden.Der Bankprokurist Josef K., wird zum 30. Geburtstages verhaftet, ohne sich einer Schuld bewusst zu sein.
Erwähnungen (4)
„Es entwickelt sich in einen Wahnsinn, dem niemand mehr Herr wird. Und der am Schluss in eine Katastrophe mündet.“
Sabine Rückert vergleicht Pauls kafkaeskes Universitätsverfahren – ohne klare Anklage, ohne Verteidiger, mit vagen Vorwürfen – mit Kafka. Die Parallele zu 'Der Prozess' ist offensichtlich: ein Beschuldigter, der nicht weiß, was ihm vorgeworfen wird, in einem undurchsichtigen System.
„Ich habe neulich über Kafka mal gelesen. Ich hatte mich so biografisch, also jeder kennt irgendwie die Verwandlung und den Prozess und so weiter.“
Neben 'Die Verwandlung' wird 'Der Prozess' als weiteres allgemein bekanntes Kafka-Werk beiläufig genannt, um zu illustrieren, dass man berühmte Werke kennt, ohne viel über die Biografie der Autoren zu wissen.
„Ich bin zum Beispiel ein Riesenfan von diesem allerersten Satz, erstes Kapitel, Der Prozess. Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.“
Lanz und Precht analysieren den berühmten ersten Satz des Prozess ausführlich. Precht beschreibt die Albtraum-Struktur des Romans, Lanz zieht Parallelen zur modernen Überwachungsgesellschaft mit Gesichtserkennung und KI. Beide sehen darin einen Grund für Kafkas aktuelle Popularität.
„Der Angeklagte ist Franz Kafka, der literarische Erfinder ins Nichts führender bürokratischer Labyrinthe. Ein wunderbarer letzter Satz.“
Am Ende der Episode zieht Andreas Sentker eine literarische Parallele zwischen dem kafkaesken Ausgang des Prozesses gegen Martin Vollmer — bei dem niemand weiß, wer eigentlich das Opfer ist und wohin das Geld zurückgezahlt werden soll — und Franz Kafkas Roman 'Der Prozess', in dem der Angeklagte Josef K. in einem absurden bürokratischen Labyrinth gefangen ist.
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