Der Peloponnesische Krieg
Thukydides
Thukydides hat sein unvollendetes Werk über den Peloponnesischen Krieg als ‚Besitztum für immer‘ für die Nachwelt konzipiert. Es wird hier in einer neuen Übersetzung vorgelegt, die einerseits die Eigenwilligkeit des Originals getreuer wiedergibt, sich andererseits jedoch von der heutigen deutschen Sprache weniger entfernt als vorhandene Versionen. Der Band bietet außerdem eine ausführliche Einleitung sowie erläuternde Anmerkungen.
Erwähnungen (2)
„Und um zu begreifen, was rundherum passiert, waren diese Autoren, würde jetzt als dritten noch den griechischen Historiker Thucydides dazunehmen, waren diese drei Autoren sehr viel attraktiver als Leute, die sich ausgemalt haben, wie schön das alles anders sein könnte.“
Münkler nennt Thukydides neben Machiavelli und Clausewitz als dritten zentralen Autor für sein politisches Denken. Diese drei Autoren der realistischen Tradition waren für ihn attraktiver als utopische Denker, weil sie halfen, die politische Realität — etwa den Vietnamkrieg — intellektuell zu durchdringen.
„Schreibt Thukydides, der die Historiografie des Peloponnesischen Kriegs geschrieben hat, gibt es eine Delegation der Polis Athens, der im Inselstaat die Melia heißen. Und die Melia wollen jetzt in diesem Sinne auf Augenhöhe in einen Dialog treten mit den Unterhändlern aus Athen und die sagen, wie sollen wir denn auf Augenhöhe diskutieren, wir sind ja die militärisch überlegene Macht.“
Mangold greift den berühmten Melierdialog aus Thukydides' Geschichtswerk auf, um Herfried Münklers machtrealistischen Gegenentwurf zu Habermas zu illustrieren: Zwischen ungleich Mächtigen zählt nicht das bessere Argument, sondern die militärische Überlegenheit.
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Thukydides
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