Der Mensch ist gut, aber die Leute sind ein Gesindel
Johann Nestroy
Nestroy verdeutlicht in diesem berühmten Bonmot einen grundlegenden psychologischen Widerspruch: Während wir an die Güte des Menschen im Allgemeinen glauben, misstrauen wir den einzelnen Mitmenschen. Das Zitat zeigt die Diskrepanz zwischen abstrakter Menschenfreundlichkeit und konkretem Misstrauen gegenüber dem Nächsten und eignet sich daher hervorragend zur Illustration kognitiver Verzerrungen in der Debatte über Grundeinkommen und menschliche Motivation.
Erwähnungen (1)
„Du kennst den schönen Satz von Johann Nestreu, diesem österreichischen Komödiendichter, der gesagt hat, der Mensch ist gut, aber die Leute sind ein Gesindel.“
Im Gespräch über den psychologischen Bias, dass Menschen sich selbst für fleißiger und ehrlicher halten als andere, bringt Precht ein Bonmot des Wiener Komödiendichters Johann Nestroy. Das Zitat illustriert pointiert die menschliche Neigung, abstrakt an das Gute im Menschen zu glauben, aber den konkreten Mitmenschen zu misstrauen – ein zentrales Gegenargument zur Befürchtung, ein Grundeinkommen würde zur Faulheit verleiten.
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