Der Mars und die fliegenden Untertassen
Roland Barthes
Roland Barthes analysiert in diesem kurzen Essay die Mars-Obsession als Ausdruck kleinbürgerlicher Mythologie – eine Projektion der Unfähigkeit, sich das wirklich Andere vorzustellen. Trotz der 1957 Veröffentlichung bleibt Barthes' Kritik erstaunlich aktuell und trifft auch auf zeitgenössische Mars-Ambitionen wie die von Elon Musk zu.
Erwähnungen (1)
„Und das ist das Originelle, fand ich jedenfalls auch, was Marsmenschen mit uns zu tun haben und was sie aussagen. Das sind drei Seiten, 1957, und die haben es so ein bisschen in sich, oder?“
Der konkret besprochene Essay aus Barthes' 'Mythen des Alltags'. Die Sprecher sind begeistert, wie Barthes auf nur drei Seiten die Mars-Obsession als kleinbürgerliche Mythologie entlarvt – die Unfähigkeit, sich das wirklich Andere vorzustellen. Sie ziehen eine Linie zu Elon Musks Mars-Plänen und finden Barthes' Diagnose von 1957 erstaunlich treffend für 2025.
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