Der Hessische Landbote
Georg Büchner
Der Hessische Landbote ist ein ursprünglich von dem Medizinstudenten Georg Büchner im Jahr 1834 verfasstes achtseitiges Pamphlet, das von dem Theologen Friedrich Ludwig Weidig ergänzt, überarbeitet und herausgegeben wurde. Es wandte sich gegen die sozialen Missstände der Zeit. Die ersten Exemplare der Flugschrift wurden nach dem 31. Juli 1834 heimlich im Großherzogtum Hessen-Darmstadt verteilt. Die Streitschrift ist bekannt für ihren Aufruf: „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“
Erwähnungen (3)
„Beide entschließen sich dazu, politisch so eindeutig und kritisch Stellung zu beziehen, wie das 1834 im Falle von Georg Büchner mit seiner Flugschrift für den hessischen Landboten und 2019 bei dir überhaupt möglich ist.“
Die FAZ hatte Rezo mit Georg Büchner verglichen, beide aus gutbürgerlichen Familien, die politisch Stellung bezogen
„Der hatte einen Aufkleber auf seiner Zellentür, da stand, Friede den Hütten kriegt den Palästen. Wollten sie abmachen. Unmöglich, geht nicht. Sag ich, ich finde die Nummer gut.“
Renate Künast erzählt von einem drogenabhängigen Häftling, der das berühmte Büchner-Zitat 'Friede den Hütten, Krieg den Palästen' als Aufkleber an seiner Zellentür hatte. Die Beamten wollten den Aufkleber entfernen, doch Künast verteidigte ihn als positives Zeichen: Der Häftling beschäftige sich mit gesellschaftlich-politischen Fragen statt mit Drogen – er kommuniziere mit seiner Umwelt.
„Dann ist mir mit meinem mangelnden Bildungshintergrund sofort Georg Büchner eingefallen, der halt sowohl Theaterstücke geschrieben hat, die sehr lustig sind, gesellschaftskritisch, aber auch irgendwann mal ein politisches Manifest.“
Im Gespräch darüber, ob Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Krisenzeiten politisch aktiver werden sollten, verweist Wegner auf Georg Büchner als historisches Beispiel eines Autors, der neben literarischen Werken auch ein politisches Manifest verfasste. Das konkrete Werk wird nicht beim Namen genannt, gemeint ist aber klar 'Der Hessische Landbote'.
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