Der Blaumilchkanal
Ephraim Kishon
Die Bürokratie-Satire handelt von Kasimir Blaumilch, einem aus der Irrenanstalt entflohenen Geisteskranken, der prompt beginnt, die wichtigste Hauptverkehrsstraße Allenby Road in Tel Aviv mit einem Presslufthammer aufzureißen. Als die Polizei notgedrungen beginnt, die Straße zu sperren und die Anwohner sich zunehmend über den praktisch ununterbrochenen Lärm beschweren, beginnen die Behörden eine umfangreiche, jedoch ergebnislose Ursachensuche.
Erwähnungen (1)
„Ich habe mal, ich zahle ein Alter von 20 oder so, den Blaumilchkanal gesehen. Ich weiß nicht, ob man das kennt. Ich glaube, das ist von Kichon. Ja, Ephraim Kichon. Und das geht darum, dass irgendjemand mit einem Blaumann irgendwie so einen Kanal aushebt auf der Straße. Und den stoppt keiner, weil der hat ja einen Blaumann an.“
Biesenbach erzählt, wie er als junger Mensch ohne formale Legitimation die Kunstwerke Berlin (KW) leitete. Der Blaumilchkanal von Ephraim Kishon wurde für ihn zur Metapher für seine eigene Situation: Jemand tut etwas ohne Auftrag und niemand hält ihn auf. Er beschreibt, dass er jahrelang den Albtraum hatte, jemand würde ihm auf die Schulter klopfen und sagen, jetzt sei Schluss mit dem Blaumilchkanal.
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