Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte
Karl Marx
Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte, auch bekannt als Der achtzehnte Brumaire des Louis Napoleon, ist eine erstmals im Mai 1852 veröffentlichte Schrift von Karl Marx (1818–1883). Marx analysiert dort den Verlauf des Staatsstreichs vom 2. Dezember, den Louis Napoleon (1808–1873) in Frankreich durchführte.
Erwähnungen (2)
„Was nämlich den meisten Leuten entgangen ist, dass Donald Trump eine andere historische Persönlichkeit wunderbar kopiert. Nämlich Napoleon III. Jener französische Herrscher in der Mitte des 19. Jahrhunderts, über den Karl Marx mal gesagt hat, von den widersprechenden Forderungen der Situation gejagt, zugleich wie ein Taschenspieler in der Notwendigkeit, durch beständige Überraschungen die Augen des Publikums auf sich gerichtet zu halten.“
Richard David Precht zieht eine historische Parallele zwischen Donald Trump und Napoleon III. und zitiert dabei ausführlich Karl Marx' berühmte Charakterisierung aus dem 'Achtzehnten Brumaire'. Das Marx-Zitat beschreibt einen Herrscher, der durch permanente Überraschungen und Grenzüberschreitungen regiert, Anarchie im Namen der Ordnung schafft und alles profaniert — Precht findet, man könnte Trump nicht besser beschreiben.
„Und greift da eben nicht zu den Klassikern des Faschismus oder Autoritarismus zurück, also Hitler oder Führerstaat und so weiter, sondern landet lustigerweise so wie Marx. Über den hat sich Marx auch schon Gedanken gemacht bei Napoleon III. in Frankreich Mitte des 19. Jahrhunderts, der eben vom gewählten Präsidenten 1849 hin sich dann ein paar Jahre später zum Kaiser ernennt.“
Cammann beschreibt, wie der Autor des besprochenen Buches über Macht (Lothar Dijk) für seine Trump-Analyse nicht auf die üblichen Faschismus-Vergleiche zurückgreift, sondern auf Marx' Analyse von Napoleon III. – dessen operettenhaften Staatsstreich Marx als Farce beschrieb. Diese unerwartete historische Parallele findet Cammann besonders anregend.
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