Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Holocaust-Mahnmal)
Peter Eisenman
Eisenmans Holocaust-Mahnmal in Berlin nutzt ein Feld aus geneigten Stelen, um durch körperliche Destabilisierung eine intensive emotionale Erfahrung zu schaffen. Der bewusst geneigte Boden zieht sich durch die gesamte Installation und führt dazu, dass Besucher die räumliche Verunsicherung unmittelbar körperlich erleben. Architekten wie Daniel Libeskind schätzen diese innovative Gestaltung als kraftvolle Demonstration, wie Architektur die menschliche Wahrnehmung beeinflussen kann.
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„Liebeskind sagt ja immer, ja, wäre ich Eisenmann gewesen mit der Friedhofer, fantastischer Friedhofer, dann hätte ich das ein bisschen schräger gemacht. Man sieht nicht, dass der Boden in der Friedhofer ist schräg. Und das ist so fantastisch, also diesen ganzen Säulen oder Kisten oder was es ist, aber es ist einfach unglaublich schräg.“
Im Rahmen seiner Ausführungen über schräge Böden und körperliche Destabilisierung in der Architektur erwähnt Elíasson Peter Eisenmans Holocaust-Mahnmal in Berlin. Er zitiert Daniel Libeskind, der den schrägen Boden des Stelenfelds als fantastisch lobt und betont, wie kraftvoll die körperliche Erfahrung sei, durch diese Installation zu gehen.
„Es wird jetzt nicht erklärt, aber das ist das große Stehlenfeld in Berlin. Ich bin da sehr gerne und betroffen durchgegangen. Vor allem auch durch das Dokumentationszentrum. Wer da nicht rausgeht und sagt, scheiße, was haben die Deutschen nur in den zwölf Jahren alles angerichtet, der will nicht hinschauen.“
Im Gespräch über die deutsche Erinnerungskultur und die Frage, ob Holocaust-Denkmäler aus der 'Seele des Volkes' kommen, wird das Berliner Stelenfeld als konkretes Beispiel angeführt. Herr Frank (der zitiert wird) betont die Wirkung des Dokumentationszentrums, relativiert aber, dass das Denkmal eher Ausdruck von Political Correctness als echtem Volksempfinden sei.
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