De servo arbitrio (Vom unfreien Willen)
Martin Luther
De servo arbitrio (deutsch: „Über den geknechteten Willen“ oder „Vom unfreien Willen“) ist eine Schrift Martin Luthers vom Dezember 1525. Sie wurde als Reaktion auf die humanistische Lehrmeinung des Niederländers Erasmus von Rotterdam, insbesondere auf die Schrift De libero arbitrio (September 1524), verfasst und gilt als einer der bedeutendsten theologischen Texte Martin Luthers.
Erwähnungen (1)
„Aber letztlich, wie Luther sagt, reitet einen der liebe Gott oder es reitet einen der Teufel und man kann sich das selbst nicht aussuchen. Und das gefällt mir überhaupt nicht.“
Precht erklärt am Ende des Gesprächs, warum ihm der Katholizismus sympathischer ist als der Protestantismus. Er lehnt die calvinistisch-lutherische Prädestinationslehre ab und paraphrasiert Luthers zentrale These zur Unfreiheit des menschlichen Willens.
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