De Anima (Über die Seele)
Aristoteles
Aristoteles' Traktat De anima untersucht die Natur der Seele. Unter ›Seele‹ ist dabei jedoch nicht das subjektive Zentrum unseres mentalen Lebens zu verstehen, sondern dasjenige Prinzip, dessen Vorhandensein lebendige von leblosen Körpern unterscheidet. Es umfasst alle Formen des Lebendigen, also pflanzliches, tierisches und menschliches Leben. Ziel der Schrift ist es, die Seele zu definieren, d.h. zu erklären, was es für diese Formen des Lebendigen jeweils heißt, lebendig zu sein.
Erwähnungen (1)
„Also von Platon, weil der Aristoteles war schon eher an der Bibel dran, weil der Aristoteles hat sein großes Werk geschrieben, das heißt eben Peripsychä oder Deanima, also über die Seele. Und er sagt, das ist das Allerschwierigste, irgendeine Aussage zu machen. Drei Bände schreibt er darüber, weil er sagt, es ist ganz schwierig, eine Aussage zu machen.“
Johanna Haberer vergleicht die Seelen-Konzepte von Platon und Aristoteles. Sie hebt hervor, dass Aristoteles' Verständnis der Seele als Lebendigkeit und Potentialität eines Körpers dem alttestamentlichen Nefesh-Begriff nähersteht als Platons Idee einer unsterblichen Ideenseele. Aristoteles unterscheide eine passive Seite (Fantasie, Wahrnehmung) und eine aktive Seite (Strebensvermögen).
Ähnliche Medien
Nikomachische Ethik
Aristoteles
Die Nikomachische Ethik (altgriechisch ἠθικὰ Νικομάχεια, ēthikà Nikomácheia) ist die bedeutendste der drei unter dem Namen des Aristoteles überlieferten ethischen Schriften. Da sie mit der Eudemischen Ethik einige Bücher teilt, ist sie möglicherweise nicht von Aristoteles selbst in der erhaltenen Form zusammengestellt worden. Weshalb die Schrift diesen Titel trägt, ist unklar. Vielleicht bezieht er sich auf seinen Sohn oder seinen eigenen Vater, die beide Nikomachos hießen.
Politik
Aristoteles
Die Politik (altgriechisch Πολιτικά Politiká „die politischen Dinge“) ist die wichtigste staatsphilosophische Schrift des Aristoteles. Das in acht Bücher aufgeteilte Werk behandelt hauptsächlich verschiedene real existierende und abstrakte Verfassungen. In diesem Werk stellt Aristoteles vier Thesen auf, die „jahrhundertelang widerspruchslos anerkannt“ wurden.
Poetik
Aristoteles
Die Poetik (altgriechisch ποιητική [τέχνη] poietike [techne], deutsch ‚die schaffende, dichtende [Kunst]‘) ist ein wohl um 335 v. Chr. als Vorlesungsgrundlage verfasstes Buch des Aristoteles, das sich mit der Dichtkunst und deren Gattungen beschäftigt. Aristoteles gliedert die Wissenschaften in drei große Gruppen (theoretische, praktische und poietische); die Poetik behandelt einen Teil des poietischen, d. h. ‚hervorbringenden‘ menschlichen Wissens in deskriptiver und präskriptiver Weise.
Poetik (Zweites Buch, über die Komödie)
Aristoteles
Es gibt kaum einen literaturtheoretischen Text, der über Jahrhunderte hin eine solche Autorität ausgeübt hat wie Aristoteles' kleiner Traktat "Über die Dichtkunst". Die "Poetik" gilt seit der Renaissance als Text, der einen "neuen", der Welt zugewandeten Aristoteles zeigt, der der Dichtung die Aufgabe zugewiesen habe, die empirische Wirklichkeit selbst nachzuahmen. Dem Dichter war dadurch eine rationale Aufgabe gestellt: Er sollte die Ordnung der Welt erkennen und darstellen.