Buch

Das Prinzip Hoffnung

Ernst Bloch

Ernst Blochs frühes Hauptwerk ist dem schwierigen Verhältnis von offener materialistischer Philosophie und geschlossenem Systemansatz gewidmet und ringt dabei mit der idealistischen Metaphysik ebenso wie mit der Existenzphilosophie. Der vorliegende Band erschließt Das Prinzip Hoffnung auf dem neuesten Stand der Debatte und macht seine ungebrochene Aktualität für ein breites akademisches Publikum zugänglich.

Das Prinzip Hoffnung

Erwähnungen (5)

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Lars Weisbrod erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:53:49
„Und ich sage, mit David Graeber gesprochen, keine Ahnung, ob sie kommt, aber man muss ja Hoffnung haben, gerade als Linker. Deswegen sage ich einfach ja. Also das ist einfach das Prinzip Hoffnung jetzt.“

Auf Ninas Frage, ob die Viertagewoche kommen wird, antwortet Lars mit einem bewusst optimistischen Ja. Er nutzt dabei den Ausdruck 'Prinzip Hoffnung' – eine Anspielung auf Ernst Blochs philosophisches Hauptwerk, das Hoffnung als Grundkategorie menschlichen Denkens behandelt. Im Kontext des Gesprächs über linke Utopien und Arbeitskritik dürfte die Referenz bewusst gewählt sein.

Lanz & Precht
🗣 Markus Lanz zitiert daraus bei ⏱ 00:44:41
„Ich habe dieser Tage, und ich glaube, es war Karl Schögl, der mich darauf aufmerksam gemacht hat, einen total interessanten Satz von Ernst Bloch gelesen oder einen Gedanken, der sozusagen darauf hinweist, dass man die Vergangenheit durchaus irgendwie analysieren und verstehen kann. Aber Bloch war offenkundig der Meinung, dass das Schwierigste, die schwierigste Ebene des Verstehens, die Gegenwart ist. Und er nannte es das Dunkel des gelebten Augenblicks.“

Zum Ende des Gesprächs bringt Markus Lanz einen Gedanken von Ernst Bloch ein, auf den ihn Karl Schögl aufmerksam gemacht habe. Blochs Konzept vom 'Dunkel des gelebten Augenblicks' – die Idee, dass die Gegenwart am schwersten zu verstehen ist – dient als philosophische Klammer für die gesamte Diskussion über die Orientierungslosigkeit des Westens. Precht greift den Gedanken begeistert auf und überträgt ihn auf die aktuelle geopolitische Lage.

Alles gesagt?
🗣 Wolf Biermann referenziert bei ⏱ 05:45:45
„Da sagte ich, ja doch, ich habe ein sehr schönes neues Lied geschrieben, das heißt das Bloch-Lied. Wir haben einen Philosophen, der heißt Hans Bloch, der hat ein Buch geschrieben, das über das Prinzip Hoffnung heißt das.“

In seinem Heine-Bühnenprogramm erzählt Biermann einen fiktiven Dialog mit Heinrich Heine am Grab auf dem Montmartre. Als Heine fragt, ob er im Westen noch etwas zustande gebracht habe, erwähnt Biermann sein 'Bloch-Lied', das auf Ernst Blochs Hauptwerk 'Das Prinzip Hoffnung' basiert. Heine weist ihn zurecht, keine Vorträge zu halten.

Lanz & Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:47:25
„Und dass solche Leute so lange mit Gewalt an etwas glauben wollten... Und das finde ich persönlich wahnsinnig interessant. Eine große Bildung und eine hohe Intellektualität und ein wacher und scharfer Geist schützen dich nicht davor, verbrecherischen Ideologien auf den Leim zu kriechen.“

Precht erwähnt Ernst Bloch und sein Hauptwerk 'Das Prinzip Hoffnung' im Kontext der Radikalisierung von Intellektuellen in den 1920er und 30er Jahren. Bloch dient als Beispiel für einen bedeutenden Philosophen, der trotz seiner Brillanz dem Stalinismus lange die Stange hielt — ein Beleg für Prechts These, dass Intellektualität nicht vor ideologischer Verblendung schützt.

Hotel Matze
🗣 Andreas Kemper empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:16:17
„Mein Lieblingsphilosoph ist Ernst Bloch und der hat als jüdischer Marxist im Exil, als alle Verwandten seiner Frau in den KZs ermordet wurden, hat er angefangen, das Buch Das Prinzip Hoffnung zu schreiben. Das war eine sehr viel düstere Zeit damals und er hat dann angefangen, das Buch Das Prinzip Hoffnung zu schreiben. Und da denke ich, okay, wenn er dann halt 42, 43 anfängt, so ein Buch zu schreiben, wo es wirklich sehr, sehr düster war, dann können wir auch hoffen, können wir auch weiter hoffen.“

Auf die Frage, was ihm Hoffnung macht, nennt Andreas Kemper Ernst Bloch als seinen Lieblingsphilosophen. Bloch begann 'Das Prinzip Hoffnung' 1942/43 im Exil zu schreiben, während seine Angehörigen in KZs ermordet wurden. Kemper zieht daraus die Lehre: Wenn Bloch in einer ungleich düstereren Zeit ein Buch über Hoffnung schreiben konnte, dann dürfen auch wir heute weiter hoffen.

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Das Prinzip Hoffnung ist das Hauptwerk des deutschen Philosophen Ernst Bloch (1885–1977). Geschrieben wurde es zwischen 1938 und 1947 im US-amerikanischen Exil. Ursprünglich sollte es The dreams of a better life heißen. Es erschien in mehreren Bänden ab 1954 zunächst in der DDR und 1959 im Verlag Suhrkamp.

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