Das Lied von der Glocke
Friedrich Schiller
Das Lied von der Glocke ist ein im Jahr 1799 von Friedrich Schiller veröffentlichtes Gedicht. Es gehörte lange Zeit zum Kanon der deutschen Literatur und ist eines der bekanntesten, am meisten zitierten und parodierten deutschen Gedichte.
Erwähnungen (4)
„Ah, noch einmal, weil mein Opa mir immer die Glocke vorerzählt hat. Das konnte ich auch. Dreimal waren sie wichtig.“
Jutta Allmendinger erzählt von ihrem Seminar bei Daniel Bell in Harvard, der Studierende testete, indem er Bücher aufschlug und sie Autoren erkennen ließ. Sie konnte Schillers 'Glocke' identifizieren, weil ihr Großvater ihr das Gedicht immer vorerzählt hatte – eine der wenigen Passagen, die sie in Bells Quizrunden richtig erkannte.
„Sind wir da, was Schule angeht, darauf vorbereitet? Sind wir vorbereitet, damit umzugehen? Weil die Schule, die wir beide gerade beschreiben, das ist eine Schule, die darauf ausgerichtet ist, einfach Schillers Glocke, Fakten, Zahlen, Daten auswendig lernen. Zu funktionieren.“
Lanz verwendet Schillers Glocke als Sinnbild für das klassische Auswendiglernen im deutschen Schulsystem. Das Gedicht steht stellvertretend für eine überholte Bildungstradition, in der stumpfes Memorieren im Vordergrund stand – im Gegensatz zur heute nötigen Kompetenz, Desinformation von Information zu unterscheiden.
„Und das Tolle ist, dass das Ganze ein Zitat ist. Kein ewiger Bund mit ihm zu flechten ist ein Zitat aus Schillers Lied von der Glocke. Sehr berühmt ist und da heißt es, und das ist ganz hintersinnig, Doch mit des Geschickes Mächten ist kein ewiger Bund zu flechten und das Unglück schreitet schnell.“
Der Sprecher entdeckt, dass Freud in einem späteren Brief Rilkes Verweigerung mit einem Schiller-Zitat aus dem ‚Lied von der Glocke' kommentiert. Das Zitat ‚kein ewiger Bund zu flechten' deutet hintersinnig an, dass Freud Rilkes Ablehnung der Therapie mit einem düsteren Ausgang verbindet – eine elegante literarische Pointe in der Korrespondenz.
„Den haben wir im Musikunterricht immer gelernt. Glocke kann ich auch mal auswendig.“
Im Rahmen eines spielerischen Gesprächsabschnitts über auswendig gelernte Werke aus der Schulzeit erwähnt die Gästin, dass sie neben einem Lied auch Schillers 'Glocke' auswendig kann. Es ist eine beiläufige Erinnerung an den Schulunterricht bei ihrer Musiklehrerin Frau Weigand.
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