Das Haus der Gefühle
Harald Welzer
Wir wohnen in unseren Gefühlen wie in Häusern. Bestseller-Autor Harald Welzer zeigt: Gefühle spielen die entscheidende Rolle bei all unseren Entscheidungen, die eben nicht nur mit Informationen und Wissen zu tun haben, sondern vor allem mit dem Zusammenspiel aller Faktoren, die von der Geburt bis zum Erwachsensein unser Ich herausbilden.
Erwähnungen (2)
„In deinem Buch, das Haus der Gefühle, gibt es mehrere sehr gute Sätze und einer ist, wir müssen unser Land wieder als guten Ort verstehen lernen, wieder auf eigene Fähigkeiten vertrauen lernen. Was würdest du sagen hat, also wir haben ja über diese Systeme gesprochen, was hat Deutschland erst einmal zu einem unguten Ort gemacht?“
Matze Hielscher zitiert eine zentrale These aus Welzers aktuellem Buch und nutzt sie als Gesprächsimpuls. Das Buch argumentiert, dass antidemokratische Tendenzen weniger auf rationale Überlegungen zurückgehen als auf ein diffuses Hintergrundgefühl der Unbeheimatheit – daher der Titel 'Das Haus der Gefühle'. Welzer entfaltet daraufhin seine Analyse der gesellschaftlichen Erosion.
„Vielleicht hat er ja auch einfach nur das Buch von Harald Welzer gelesen, das neue Buch, das Haus der Gefühle. Gefühle spielen eine große Rolle in der Politik, sagt Harald Welzer in diesem Buch, das ist so die Kernthese, aber sie spielen eine noch viel größere Rolle, als wir gemeinhin annehmen.“
Lanz zieht Welzers neues Buch heran, um eine mögliche Erklärung für Merz' bewusst vage, gefühlsbetonte Sprache zu liefern. Die Kernthese – Gefühle sind in der Politik noch wichtiger als gemeinhin angenommen – dient Lanz als analytischer Rahmen: Merz versuche möglicherweise, über Emotionen statt über Fakten AfD-Wähler zurückzugewinnen, weil rationale Gegenargumente erfahrungsgemäß nicht funktionieren.
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