Essay

Das Ende der großen Erzählungen

Jean-François Lyotard

1979 verkündete ein philosophisches Traktat das "Ende der großen Erzählungen", die aufgegeben werden müssten, weil die Moderne legitimatorisch nur noch auf das rationale Wissen zurückgreifen könne. Demgegenüber sind Erzählungen nicht nur lebenspraktisch notwendig, sondern auch wirkkräftiger als alle rationale Welterklärung.

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Das Ende der großen Erzählungen

Erwähnungen (1)

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:44:55
„Lyotard, einer der großen Figuren des Poststrukturalismus, sein wichtiger Essay lautete Das Ende der großen Erzählungen. Und ein kritisches Bewusstsein der 80er, 90er Jahre, würde ich sagen, für die war das selbstverständlich, dass die Erzählung eine reaktionäre Kategorie ist, die es zu überwinden gilt.“

Mangold reflektiert seine intellektuelle Sozialisierung in der Postmoderne der 90er Jahre und vermisst heute das ideologiekritische Bewusstsein jener Zeit. Lyotards Essay steht für die Überzeugung, dass Erzählungen eine scheinbare Totalität und Kohärenz vorspiegeln, die es in der Wirklichkeit nicht gibt – weshalb Fragmente und Aphorismen als die kühneren, freieren Formen galten.

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