Das Eiserne Kreuz
Heiner Müller
Das Eiserne Kreuz ist eine Kurzgeschichte von Heiner Müller. Sie wurde im Jahre 1956 veröffentlicht. Es wird die Situation beschrieben, in der ein nationalsozialistisch gesinnter Familienvater aus Stargard in Mecklenburg nach der Selbsttötung Hitlers im April 1945 beschließt, sich und seine Familie umzubringen, ein in den letzten Kriegstagen häufiges Phänomen, dem z. B. allein in Stargard 120 Menschen zum Opfer fielen.
Erwähnungen (1)
„Und in dem Fall war es Heiner Müller und hat mich an einen Text erinnert, den ich kurioserweise, wahrscheinlich auch eher selten, in der Schule bekam, eine Kurzgeschichte zu lesen bekam. Wirklich kurz gedruckt, so etwa zwei Seiten. Das Eiserne Kreuz von 1956, also ein frühes Werk.“
Als Klassiker der Sendung stellt Adam Soboczynski Heiner Müllers Kurzgeschichte 'Das Eiserne Kreuz' von 1956 vor, die er über die Erpenbeck-Diskussion und deren Bezüge zu Müller wiedergefunden hat. Die Geschichte handelt von einem Familienvater, der im April 1945 Frau und Tochter erschießt, sich selbst aber nicht umbringt – und so von seiner Vergangenheit befreit in den Westen untertaucht. Beide Kritiker analysieren die Geschichte ausführlich als paradigmatisch für die Nachkriegszeit.
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