Coronavirus-Update
Christian Drosten / NDR
Coronavirus: Isolated Times
Erwähnungen (13)
„Podcast macht, der ja am Anfang täglich lief und überall Gehör fand“
Christoph und Mai Thi sprechen über Christian Drostens NDR-Podcast als Phänomen der Corona-Pandemie und seine Bedeutung für die öffentliche Aufklärung.
„Du hast den Drosten-Podcast erwähnt als sozusagen einen Ort, wo man zum ersten Mal oder wo zum ersten Mal Millionen Menschen gelernt haben, wie Wissenschaft wirklich funktioniert. Dass man sich so vorantastet und auch nicht so genau weiß.“
Jochen Wegner greift Mai This Erwähnung des Drosten-Podcasts auf und beschreibt ihn als Ort, an dem Millionen erstmals erlebt haben, wie wissenschaftliches Arbeiten tatsächlich funktioniert – nämlich als Prozess des Vorantastens ohne definitive Antworten. Er reflektiert, wie schwer es für normale Menschen auszuhalten ist, dass selbst der führende Experte keine einfachen Antworten liefern kann.
„Also ich finde das zum Beispiel bei Drosten immer, das ist wirklich, da kann man das sehr genau zeigen. Wenn man dem Mann in seinem Podcast zuhört, ist das fast immer vorbildlich differenziert, abwägend unter Unsicherheitsvorbehalt gestellt.“
Thea Dorn nutzt Drostens Podcast als Beispiel für vorbildliche Wissenschaftskommunikation. Sie kontrastiert die differenzierte, abwägende Art im Podcast mit der Verkürzung und Zuspitzung, die entsteht, wenn seine Aussagen von Nachrichtenagenturen zu Schlagzeilen verdichtet werden. Der Podcast wird mehrfach als positives Gegenbeispiel zur medialen Vereinfachung herangezogen.
„Ich erinnere noch so im März, würde ich sagen, 2020, den Drosten-Podcast gehört zu haben und Drosten sagte, naja, eine Maske zu tragen würde gar nichts bringen. Sie sei allerdings eine schöne Geste der Höflichkeit oder der Rücksichtnahme gegenüber anderen.“
Ijoma Mangold erinnert sich an den Drosten-Podcast vom März 2020, um die wechselhafte Geschichte der Maskenpolitik zu illustrieren. Er war damals gerührt davon, dass der Virologe Drosten das Masketragen als 'schöne Geste der Höflichkeit' bezeichnete, obwohl er es wissenschaftlich zunächst für unwirksam hielt.
„Und da war ich dann auch immer dankbar, dass Christian den Podcast gemacht hat, wo er dann auch sich diese Zeit genommen hat und vieles sehr gut erklärt hat.“
Melanie lobt Christian Drostens Podcast als wichtiges Kommunikationsformat, das die Zeit bot, wissenschaftliche Sachverhalte ausführlich zu erklären – im Gegensatz zu kurzen Talkshow-Auftritten
„Angela Merkel, die gesagt hat, ich höre Podcasts und dann der Drosten-Podcast“
Maria nennt den Drosten-Podcast als einen der entscheidenden Wachstumsschübe für Podcasts in Deutschland während der Pandemie
„Plus Angela Merkel hat Podcast gesagt, plus Drosten hat einen Podcast gemacht. Diese Dinge sind so alle so zusammengekommen und haben dann einfach so ausgelöst, dass plötzlich die Hörerinnenzahlen gestiegen sind und die Aufträge gestiegen sind.“
Maria erklärt, warum die Corona-Pandemie entgegen aller Erwartungen ein Riesenschub für den Podcast-Markt war. Neben dem Bedürfnis nach Nähe und schneller Information war Drostens Podcast ein entscheidender Faktor, der Podcasts in Deutschland erstmals als seriöses, informierendes Medium etablierte – weg vom Image des Nischigen und Nerdigen.
„Jemand wie Christian Drosten, der ist in die Öffentlichkeit gegangen, der hat alles das gemacht, was wir jetzt beschrieben haben. Der hatte einen öffentlich-rechtlichen Podcast, der ist in die Öffentlichkeit gegangen, hat sich auch getraut, Positionen einzunehmen und ist dafür so heftig angefeindet worden, auch persönlich.“
Christoph Amend bringt Christian Drostens öffentlich-rechtlichen Podcast als Gegenargument zur Forderung, Wissenschaftler sollten mehr kommunizieren. Drosten habe genau das getan und sei dafür so massiv angefeindet worden, dass er sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen habe. Der Podcast wird nicht namentlich genannt, gemeint ist das NDR-Format 'Coronavirus-Update'.
„Ich mich natürlich erinnere, wie ich Herrn Drosten im Jahr 2020 immer voller Bewunderung, wie so viele andere auch, in seinem NDR-Podcast lauscht und er war gewissermaßen der Navigator um all diese neuen Herausforderungen, die einen ja auch psychisch sehr nahe ging, einzuordnen.“
Ijoma Mangold erinnert sich an Drostens NDR-Podcast als zentrale Informationsquelle während der frühen Pandemie. Er beschreibt seine damalige Bewunderung für Drostens Fähigkeit, die Krise einzuordnen und gleichzeitig wissenschaftliche Unsicherheit zu kommunizieren.
„Der Coronavirus-Podcast-Hörer spricht...“
Matze Hielscher macht einen kurzen Scherz, als David sich zum Thema Wahrheit und Mathematik äußern will. Die Erwähnung des Coronavirus-Podcasts ist ein humorvoller Seitenhieb, der impliziert, dass David sein Wissen aus dem Podcast bezieht statt aus akademischer Expertise.
„Ich glaube, man kann wirklich sagen, dass Christian Drosten, ohne es zu wollen, mit dafür gesorgt hat, dass Podcasts in Deutschland populär wurden, oder?“
Der Drosten-Podcast wird als Katalysator für die Popularität von Podcasts in Deutschland während Corona genannt
„Aber der Drosten-Podcast, der ja gar nicht Drosten-Podcast hieß. Und da gab es ja noch andere Virologen-Podcasts. Es gab ja mehrere sogar. Und die Leute hatten auf einmal die Zeit dafür.“
Amend und Westermeyer diskutieren, wie die Corona-Pandemie dem Podcasting in Deutschland zum Durchbruch verhalf. Amend hebt hervor, dass Christian Drosten mit seinem NDR-Podcast – ohne es zu beabsichtigen – maßgeblich dazu beitrug, das Medium einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Westermeyer bestätigt, dass auch sein eigenes Podcast-Geschäft in dieser Phase stark wuchs.
„Aber ich finde, dass das legitim war, was da passiert ist. Und wir sollten nicht vergessen, das war eine ganz große Zeit der aufgeklärten Bürgerinnen, des aufgeklärten Bürgers. Millionen haben diesen Podcast gehört, haben sich tatsächlich informiert.“
Thea Dorn verteidigt die Corona-Maßnahmen und hebt hervor, dass Millionen Bürger sich aktiv über einen Podcast informiert haben. Gemeint ist implizit der NDR-Podcast 'Coronavirus-Update' mit Christian Drosten, der während der Pandemie zum meistgehörten Podcast Deutschlands wurde. Dorn nutzt das als Beleg dafür, dass die Bevölkerung aufgeklärt und eigenverantwortlich gehandelt habe.
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