Confessiones
Augustinus
In "Die Bekenntnisse" (Confessiones) gewährt Aurelius Augustinus einen tiefen Einblick in seine spirituelle und intellektuelle Reise. Der literarische Stil ist autobiografisch und zugleich philosophisch, geprägt von einer bewegenden Rhetorik, die theologische Gedanken und persönliche Reflexionen vereint. Augustinus schildert seine Suche nach Wahrheit und Sinn, begonnen in einer von Sinnlichkeit geprägten Jugend und mündend in eine radikale Bekehrung zum Christentum.
Erwähnungen (3)
„Augustinus, der vor das Leben eines reichen Dekadens in den Bordels, der Stadtführte, bekommt von oben, nimm und lies heißt dieser berühmte Kommando und was er nehmen soll ist das Buch und das Buch ist natürlich die Bibel und dann hat er seine Konversion.“
Mangold erzählt die berühmte Szene aus den Confessiones – das 'Tolle lege' (Nimm und lies) – als Beispiel dafür, dass ein einziger Leseakt eine totale Lebenswende auslösen kann. Er reiht dies in seine Kulturgeschichte der Selbsterneuerung ein, von Dante über Paulus bis zu Goethe.
„Diese Autobiografie, die Confessiones heißt es, also die Bekenntnisse des Augustinus, die sind ein einziges Gebet. Also insofern ist es sehr gut, dass du auf den kommst, weil der spricht Gott an und erzählt ihm sein Leben. Die erste Autobiografie ist sozusagen nicht in dem Ziel entstanden, es sollen möglichst viele Leute lesen, wie ich gelebt habe, sondern der betrachtet im Gebet sein Leben und erzählt, wie er es heute sieht.“
Nachdem Sabine Rückert ein Gebet des Augustinus vorliest, ordnet Johanna Haberer es in dessen Lebenswerk ein. Sie erklärt, dass die Confessiones als Ganzes ein Gebet sind — Augustinus spricht Gott an und erzählt ihm sein Leben. Haberer hebt hervor, dass dieses Werk als erste Autobiografie ein bahnbrechendes literarisches Werk der Selbsterzählung darstellt.
„Wir kommen nie auf die Idee, dass es ja auch so etwas sein kann wie eine Umkehr, ein Aha-Moment, eine Erkenntnis, so wie irgendwann der heilige Augustinus-Begriff.“
Ijoma Mangold vergleicht J.D. Vances politischen Wandel mit der Bekehrungserfahrung des Augustinus. Er stellt die Frage, ob Vances Hinwendung zu Trump nicht auch eine echte innere Umkehr gewesen sein könnte statt reiner Opportunismus.
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