Catch Me If You Can
Steven Spielberg
Frank W. Abagnale war nicht nur als Arzt und Rechtsanwalt erfolgreich, sondern auch als Copilot einer großen Fluglinie. Das alles erreichte er vor seinem 21. Geburtstag. Er ist ein Meister der Täuschung, aber auch ein brillanter Fälscher. Durch geschickte Scheckbetrügereien ist er zu einem Vermögen von mehreren Millionen Dollar gekommen. FBI-Agent Carl Hanratty hat ihn schon länger im Visier und macht sich zur Aufgabe, Frank zu fassen und vor Gericht zu bringen.
Erwähnungen (6)
„Ja, du kennst ja vielleicht die Geschichte Catch Me If You Can. Das ist ein ganz berühmter und oft gesehener Film mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle und Tom Hanks, glaube ich, oder? Da geht es ja auch um einen berühmten Hochstapler, der gibt sich als Pilot aus und sonst was.“
Sabine Rückert zieht eine Parallele zwischen dem Hochstapler Jürgen Harksen und dem berühmten Film-Hochstapler Frank Abagnale Jr. Beide nutzen äußere Statussymbole — bei Abagnale die Pilotenuniform, bei Harksen große Autos — um Autorität und Vertrauen vorzutäuschen. Der Film dient als populärkultureller Referenzpunkt, um das Phänomen des Hochstaplers greifbar zu machen.
„Und genauso wie der Hochstapler bei Catch Me If You Can sich da die Pilotenuniform anzieht, obwohl er noch kein Flugzeug von innen gesehen hat.“
Sabine Rückert zieht eine Parallele zwischen dem Betrugsexperten Erik Mahnke und dem berühmten Hochstapler Frank Abagnale aus dem Film. So wie Abagnale sich als Pilot verkleidete, bediente sich Mahnke des Polizeijargons, um Vertrauen zu erwecken. Daniel Müller ergänzt, dass Abagnale im Film sogar über Serien das Fachvokabular studiert habe.
„Haben Sie mal den Film Catch Me If You Can gesehen? Da gibt es eine Szene, die mich immer zu Tränen rührt. Das ist, wenn der Protagonist sein ungelebtes Leben sieht, indem er nach einer irren Reise als Trickbetrüger kommt er an Weihnachten an ein Fenster und sieht seine Mutter mit den neuen Kindern, mit dem neuen Mann um den Weihnachtsbaum sitzen.“
Jochen Wegner bringt den Film ins Gespräch, weil er perfekt zum Thema Parallelleben passt. Die Szene, in der der junge Trickbetrüger Frank Abagnale an Weihnachten durchs Fenster das neue Leben seiner Mutter beobachtet, rührt Wegner jedes Mal zu Tränen — sie zeigt das ungelebte, normale Leben neben dem wilden Betrügerleben.
„Interessanterweise, obwohl das überhaupt nicht meiner eigenen Filmsprache oder meinem Filmgeschmack entspricht, aber habe ich als erstes an Catch Me If You Can gedacht, nachdem ich den Fall gehört hatte an Leonardo DiCaprio, der diesen sehr sympathisch, diesen Hochstapler da spielt.“
Hegemann nennt Catch Me If You Can als erste filmische Assoziation zum Fall – nicht wegen stilistischer Nähe, sondern wegen der Erzählstrategie: Wenn man die Hauptfigur zunächst sympathisch zeigt, wird der spätere Abgrund umso wirkungsvoller und nachvollziehbarer.
„Und ich glaube, er hat das selbst so ein bisschen gesehen als so ein Catch me if you can. Das war ein großes Spiel für ihn.“
Daniel Müller beschreibt die Arbeitsweise des Schiffsdetektivs und vergleicht dessen Selbstverständnis mit dem Film: Für den Detektiv war die Jagd nach gestohlenen Schiffen ein großes Katz-und-Maus-Spiel, bei dem er versuchte, mit Gegentricks auf die Tricks der Kriminellen zu antworten.
„Da muss man ja auch mal sagen, in diesen Eliten, bei solch großen Unternehmen, es da hinzuschaffen ohne einen Schulabschluss, das gelingt nun wirklich den Allerwenigsten. Das ist ja fast so ein bisschen Catch-me-if-you-can-mäßig.“
Daniel Müller zieht den Vergleich zu Spielbergs Film, als Andreas Sentker enthüllt, dass Jan Marsalek – Wirecard-Konzernvorstand – ein Schulabbrecher ohne Studium war. Die Parallele zum Hochstapler Frank Abagnale verdeutlicht, wie Marsalek sich allein durch Cleverness und Redegewandtheit in die Wirtschaftselite hineinmanövrierte.
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