Buch Jeremia
Jeremia (Prophet)
Origenes identifizierte seine Erfahrungen als Prediger mit dem Schicksal des von seinen Adressaten abgelehnten Propheten Jeremia und fand so einen sehr persönlichen Zugang zu diesem biblischen Text.
Erwähnungen (6)
„Und das kann man besonders schön beim Jeremia nachlesen. Der Prophet Jeremia, auf den wir irgendwann mal kommen werden, sehr interessanter Mann, der klagt seinen Gott an und beschwert sich, dass er so übertöpelt wird von diesem Gott.“
Am Ende der Episode über die Bileam-Geschichte zieht Johanna Haberer eine Parallele zum Propheten Jeremia, der ebenfalls die Erfahrung macht, wehrlos gegenüber Gottes Auftrag zu sein. Sie empfiehlt das Buch Jeremia ausdrücklich zum Nachlesen und lässt eine Passage daraus vorlesen (Jeremia 20,7–9), in der Jeremia klagt, dass Gottes Wort wie ein brennendes Feuer in ihm ist, das er nicht zurückhalten kann.
„Und hier ist ein kleiner Text in Jeremia 23, 29, wo beschrieben wird, wie die Wirkung dieses Wortes Gottes ist. Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der Herr, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt.“
Zum Abschluss der Folge wählt Johanna Haberer ein Zitat aus Jeremia 23,29 als Schlusswort. Der Vers beschreibt die Wirkung des Wortes Gottes als Feuer und Hammer – passend zum Thema des Deuteronomiums, das im Hebräischen schlicht ‚Worte' heißt und die Auslegung des göttlichen Wortes durch Mose behandelt.
„Wir wissen zum Beispiel, dass der Prophet Hosea zumindest seine Schriften, der im Norden gewirkt hat, nach Jerusalem gekommen ist, weil ganze Kapitel tauchen dann beim Propheten Jeremia wieder auf, der später ist.“
Johanna Haberer erläutert die literarische Abhängigkeit zwischen den prophetischen Büchern. Ganze Kapitel aus dem Buch Hosea tauchen später im Buch Jeremia wieder auf, was auf den Transfer der Schriften nach Jerusalem nach dem Fall Samarias hinweist.
„Da bist du jetzt beim Propheten. Da bin ich jetzt beim Propheten. Deswegen steht der Daniel bei Jesaja, Jeremia und Ezechiel. Weil er eine Vision hat.“
Das Buch Jeremia wird als einer der drei großen Propheten genannt, neben denen das Buch Daniel in bestimmten Bibelkanons eingeordnet ist.
„Also das heißt, der Prophet Jeremia, der hat eine Voraussage gemacht, wie lange denn dieses Exil dauert. Da kommen auch mehrere Zeitvorstellungen vor in diesem Satz allein. Weil 70 Jahre und dann haben sie noch ein paar Tage- und Wochenvorstellungen, die differieren.“
Im Zusammenhang mit der Rückkehr der Juden aus dem babylonischen Exil wird die Prophezeiung Jeremias zitiert, die 70 Jahre Exil voraussagte. Der Erzähler liest die entsprechende Stelle vor, Johanna Haberer ordnet sie historisch ein.
„Und damals erfüllte sich, was durch den Propheten Jeremia gesagt worden ist, ein Geschrei war in Rama zu hören, lautes Weinen und Klagen. Rahel weinte um ihre Kinder und wollte sich nicht trösten lassen, denn sie waren dahin.“
Sabine Rückert zitiert den Propheten Jeremia im Zusammenhang mit dem von Herodes angeordneten Kindermord in Bethlehem. Das Matthäusevangelium stellt dieses Ereignis als Erfüllung der alttestamentlichen Prophezeiung dar.
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