Buch Hiob
Ijob oder Hiob (auch Job; hebräisch אִיּוֹב ʾIjjôḇ, altgriechisch Ἰώβ Iṓb, lateinisch Iob, arabisch أَيُّوب ʾAyyūb) bezeichnet eine biblische Person, einen „Gerechten aus dem Land Uz“, und das nach ihm benannte Buch des Tanach. Die Rahmenhandlung beschreibt, wie der jüdische Gott JHWH Ijobs Leiden zulässt, seine Freunde verurteilt und Ijobs Treue am Schluss belohnt.
Erwähnungen (8)
„Wenn es dann über den Leviathan heißt, in seinem Nacken wohnt die Furcht und vor seinen Zähnen tanzt die Angst. Also es sind so Bilder, die unvorstellbar schön sind. Auch wunderbar von Luther übersetzt. Also ganz große Literatur, aber eben Literatur.“
Sabine Rückert zitiert die Leviathan-Passage aus dem Buch Hiob als Beispiel für die sprachliche Kraft der Bibel. Sie würdigt dabei ausdrücklich Luthers Übersetzungsleistung und unterstreicht ihre These: Die Bibel sei große Literatur, aber eben menschengemachte Literatur – nicht göttliche Offenbarung.
„Beim Hiob, der hat ja auch so eine Begegnung, da heißt es eine Stimme eines feinen Schweigens. Also der Zusammenhang von Schweigen und Stimme ist diese Gottesbegegnung.“
Bei der Interpretation der mystischen Gottesbegegnung Elias am Berg Horeb zieht Johanna Haberer eine Parallele zum Buch Hiob, wo eine ähnliche paradoxe Formulierung – die 'Stimme eines feinen Schweigens' – eine Gottesbegegnung beschreibt.
„Da werden wir uns mit dem Schicksal des großen Dulders Hiob beschäftigen.“
Ausblick auf die nächste Folge des Podcasts, in der das Buch Hiob behandelt wird
„Der Hiob hat ein eigenes Buch bekommen, das Buch Hiob. Hiob ist eine Figur, die schon einen Namen trägt, der das Leid in sich birgt, der Angefeindete heißt es.“
Das Buch Hiob ist das zentrale Thema der gesamten Episode. Sabine Rückert und Johanna Haberer lesen daraus vor und diskutieren die theologische Kernfrage: Warum müssen Unschuldige leiden? Sie analysieren die Rahmenerzählung mit der Himmelswette zwischen Gott und Satan sowie die langen Streitgespräche zwischen Hiob und seinen Freunden.
„Willkommen bei den Pfarrerstöchtern und Hiob.“
Das Buch Hiob aus dem Alten Testament ist das zentrale Thema der gesamten Episode und wird durchgehend besprochen
„Und da haben wir natürlich auch überlegt, ob nicht der Hiob. Dieses Buch Hiob, ein guter Link ist zum Neuen Testament nach dem Motto, Christus ist dann der Anwalt, der auf der Seite von Hiob steht. Der Hiob will ja einen Anwalt haben.“
Johanna Haberer erklärt, warum das Buch Hiob als Alternative für den Abschluss der Altes-Testament-Reihe in Frage kam: Die These, dass Christus als der Anwalt gelesen werden kann, den Hiob sich wünscht, hätte einen theologischen Brückenschlag zum Neuen Testament ermöglicht. Sie entschieden sich aber für das Hohelied.
„Interessant ist aber doch, dass der Teufel als Figur auftritt. Der Teufel tritt ja als Figur das erste Mal als Gottes Sohn bei Hiob auf.“
Johanna Haberer verweist auf das Buch Hiob als den Ursprungstext, in dem der Teufel erstmals als eigenständige Figur in der biblischen Literatur erscheint. Sie nutzt diese Referenz, um zu erklären, wie das Böse im Judentum und Christentum aus Gott herausgelöst und personifiziert wurde.
„Wobei, wenn ich nochmal zurückgehe zu Hiob, ist ja Gott eigentlich auch schon in Versuchung geführt worden. Denn der Satan hatte ja keine eigene Entscheidung getroffen. Sondern der Satan kommt ja zu ihm und verführt ja auch schon Gott. Und Gott fällt ja drauf rein.“
Sabine Rückert zieht eine Parallele zwischen der Versuchung Jesu und der Hiob-Geschichte. Sie argumentiert, dass auch Gott selbst vom Satan verführt wurde, als dieser vorschlug, Hiob auf die Probe zu stellen – und Gott darauf hereinfiel.
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