Buch

Blutbuch

Kim de l'Horizon

Die Erzählfigur in ›Blutbuch‹ identifiziert sich weder als Mann noch als Frau. Aufgewachsen in einem Schweizer Vorort, lebt sie nun in Zürich, ist den engen Strukturen der Herkunft entkommen und fühlt sich im nonbinären Körper und in der eigenen Sexualität wohl. Doch dann erkrankt die Großmutter an Demenz, und das Ich beginnt, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen: Warum sind da nur bruchstückhafte Erinnerungen an die eigene Kindheit? Wieso vermag sich die Großmutter kaum von ihrer früh...

Blutbuch

Erwähnungen (4)

Die sogenannte Gegenwart
🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:01:29
„Und zwar hast du ja versucht, genderneutral die Folge anzukündigen. Und das spielt eine große Rolle beim Blutbuch, dem, das kann man glaube ich wirklich mal sagen, aktuellen, wie heißt es dann immer, Buch der Stunde, Gewinner des Buchpreises gerade.“

Das Blutbuch von Kim de l'Horizon ist das zentrale Thema dieser Podcastfolge. Der Roman hat den Deutschen Buchpreis gewonnen und wird als autofiktionales Werk beschrieben, das Fragen von Geschlechtsidentität, Non-Binarität und der Macht von Kategorien verhandelt. Die Hosts diskutieren ausführlich die sprachlichen Herausforderungen beim Sprechen über das Buch und seine non-binäre Verfasserperson.

Alles gesagt?
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:05:58
„Kim de l'Horizon ist eine genderfluide Person aus der Schweiz, die Lyrik, Prosa und Dramen verfasst und 2022 sowohl den Deutschen als auch den Schweizer Buchpreis mit dem autofiktionalen Roman Debüt Blutbuch gewonnen hat. Das Buch ist ein Bestseller. Und auch ein Knaller.“

Blutbuch ist das zentrale Thema der Folge. Jochen Wegner stellt Kim de l'Horizon vor und beschreibt den autofiktionalen Debütroman, der sowohl den Deutschen als auch den Schweizer Buchpreis 2022 gewonnen hat. Beide Gastgeber betonen ihre Begeisterung für das Buch, Wegner sagt, er habe nach drei Seiten gewusst, dass er mit diesem Menschen sprechen wolle.

Alles gesagt?
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:27:08
„die Person, die letzten Jahr beide Buchpreise gewonnen hat ... Blutbuch.“

Jochen Wegner erwähnt den Buchpreisgewinner als Beispiel für artifiziellere Literatur am anderen Ende des Spektrums von Lesbarkeit.

Alles gesagt?
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:29:00
„Ich habe das wahnsinnig gerne gelesen und es hat mich auch reingezogen, aber es ist natürlich ein unfassbar artifizielles, konstruiertes Buch. Erst mal auf Deutsch aus der Sicht eines, ich glaube eines kleinen Kindes, so beginnt das. Dann ist es in verschiedene Lebensphasen, dann wird es plötzlich in Englisch weitergeführt.“

Jochen Wegner erwähnt Kim de l'Horizon und das preisgekrönte 'Blutbuch' als Gegenbeispiel zur leicht zugänglichen Literatur, die Christine Westermann bevorzugt. Er beschreibt es als artifiziell und konstruiert, aber mit einem besonderen Flow. Christoph Amend ergänzt, dass Kim de l'Horizon im letzten Jahr beide Buchpreise gewonnen hat. Westermann kennt weder Autor noch Buch, was sie selbst als beschämend empfindet.

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