Beschleunigung. Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne
Hartmut Rosa
Das Buch unternimmt erstmals den Versuch, die sich potenzierende Dynamisierung gesellschaftlicher Verhältnisse, wie sie in der jüngsten politischen und digitalen Beschleunigungswelle etwa unter dem Stichwort ›Globalisierung‹ firmiert, systematisch zu erfassen und sie in ihren kulturellen und strukturellen Ursachen ebenso wie in ihren Auswirkungen auf die individuelle und kollektive Lebensführung zu analysieren.
Erwähnungen (5)
„Ja, also eigentlich wurde er zunächst damit bekannt, da er ein großes Forschungsprojekt gemacht hat und er wollte eine ganz spannende Frage klären. Nämlich die Frage, wir sind heute umgeben mit lauter zeiteinsparenden Maschinen. Und eigentlich müssten wir ja heute in einer Welt leben, in der die Menschen noch nie so viel Zeit hatten wie je in der Geschichte der Menschheit.“
Precht erklärt Rosas zentrale Forschungsfrage: Warum haben wir trotz unzähliger zeitsparender Technologien weniger Zeit als je zuvor? Die Antwort sei, dass die Kommunikationsmenge explodiert — statt sechs Briefen schreibe man 80 E-Mails. Rosa habe dafür den Begriff 'rasender Stillstand' geprägt.
„Da fiel mir Hartmut Rosa ein, der Soziologe, der auch viel über Zeitsoziologie geschrieben hat und der geschrieben hat, wir sind ja in einer beschleunigten Gesellschaft, also die Geschichte der Moderne ist eine Geschichte der Beschleunigung und wir haben einen Zeitgewinn.“
Nina Pauer bringt Hartmut Rosas Beschleunigungsthese als Ergänzung zu Bückers Buch ins Gespräch. Rosas zentrale These: Obwohl technischer Fortschritt uns mehr freie Zeit verschafft hat, empfinden wir diese als Zeitnot, weil die Steigerungsrate der Möglichkeiten die Beschleunigungsrate übersteigt – wir können nicht mehr 'lebensgesättigt sterben'. Lars Weisbrod zeigt sich beeindruckt und sagt, er müsse Rosa unbedingt lesen.
„Natürlich stark mit der Technisierung der Welt zusammen, die die Welt so stark beschleunigt hat, also das Thema von Hartmut Rosa, bei dem wir ja auch schon mal gesprochen haben, wenn wir hier die großen deutschen Soziologen auszählen.“
Im Kontext der Verlusterfahrung von Zeit und dem Gefühl des Gehetztseins verweist Precht auf Hartmut Rosas Arbeiten zur Beschleunigung. Lanz ergänzt begeistert, Rosa sei ein großartiger Soziologe, dessen Bücher man unbedingt lesen müsse. Die Erwähnung dient als Ergänzung zu Reckwitz' Verlustanalyse.
„Also die Beschleunigung der Lebenswelt, nennt man das in der Philosophie manchmal, der Soziologe Hartmut Rose hat viel darüber geschrieben, über die Beschleunigungsthematik. Wir kennen ja alle, das Leben ist irgendwie so schnell geworden.“
Markus Gabriel spricht über die zunehmende Unvorhersehbarkeit durch KI und vergleicht sie mit der allgemeinen gesellschaftlichen Beschleunigung. Er verweist auf den Soziologen Hartmut Rosa als wichtigen Denker zu diesem Thema. Rosa dient ihm als theoretische Stütze für seine These, dass KI als Brandbeschleuniger auf eine ohnehin schon beschleunigte Gesellschaft wirkt.
„Zwei Bücher haben ihn besonders berühmt gemacht. Beschleunigung, die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne 2005 und seine Resonanztheorie.“
Maja Beckers ordnet Rosas neues Buch in sein Gesamtwerk ein und nennt 'Beschleunigung' als eines der beiden Bücher, die ihn berühmt gemacht haben. Später wird der Zusammenhang hergestellt: Die Beschleunigung der Welt erfordert Optimierung von Prozessen, was wiederum den Spielraum zerstört – die Bücher gehören also zu einer zusammenhängenden Theorie.
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