Babylon (Irak-Kriegs-Videoarbeit)
Cyprien Gaillard
Der Künstler schuf Videoaufnahmen während des Irak-Kriegs, die Bagdad-Szenen mit der Musik Babylon verbindet und so die Brutalität des Konflikts dokumentiert. Das Werk steht exemplarisch für politisch engagierte zeitgenössische Kunst, die sich mit Kriegsverbrechen und Folter auseinandersetzt. Die Arbeit wurde von Kunstsammlerin Julia Stoschek als bedeutsames Beispiel ihrer Sammlung hervorgehoben, das die Verbindung zwischen künstlerischer Auseinandersetzung und historischen Traumata zeigt.
Erwähnungen (1)
„Also ich habe zum Beispiel diese Arbeit von Zubrino Gaya, wo er diese Aufnahmen im Irak-Krieg gemacht hat und wo man immer wieder Aufnahmen von Bagdad sieht und dann hört man immer wieder diese Musik Babylon“
Julia Stoschek beschreibt das Werk als Beispiel für politische Kunst in ihrer Sammlung, das an Abu-Ghraib-Foltermethoden erinnert
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