Ausstellung Flucht und Vertreibung
Haus der Geschichte
Die Ausstellung im Haus der Geschichte Bonn dokumentiert eines der größten Leidensgeschichten des 20. Jahrhunderts: Zwischen 60 und 80 Millionen Menschen wurden in Europa zur Flucht gezwungen, wobei der Zweite Weltkrieg eine beispiellose Dimension erreichte. Mit bis zu 14 Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen waren Deutsche am stärksten betroffen, deren Eingliederung in der Nachkriegszeit eine zentrale Herausforderung darstellte. Die Wechselausstellung zeigt nicht nur das unmittelbare Geschehen von Flucht und Vertreibung, sondern auch die vielfältigen Integrationsprozesse in Bundesrepublik und DDR. Durch Zeitzeugen-Interviews, biografische Lebensläufe von 150 Personen und persönliche Exponate – etwa ein Kommunionkleid aus Mullbinden aus einem Lager in Dänemark – werden die individuellen Schicksale und die kulturelle Rezeption in Literatur, Film und Wissenschaft lebendig gemacht.
Erwähnungen (1)
„Das war zum 60. Jahr nach Kriegsende. Da hat das Haus der Geschichte eine Ausstellung gemacht, Flucht und Vertreibung.“
Monika Hauser erzählt von einer Ausstellung des Hauses der Geschichte, bei der das Thema Vergewaltigungen im Zweiten Weltkrieg fehlte, wogegen sie protestierte
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Flucht und Vertreibung
Haus der Geschichte
Die Ausstellung "Flucht und Vertreibung" des Hauses der Geschichte thematisiert die Folgen des Zweiten Weltkriegs mit Fokus auf sexualisierte Gewalt gegen Frauen – ein lange vernachlässigtes Kapitel der Erinnerungskultur. Sie dokumentiert Vertreibungserfahrungen und deren psychologische Traumata und trägt zu einer vollständigeren Aufarbeitung der Kriegsfolgen bei.
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Der Wanderer über dem Nebelmeer
Caspar David Friedrich
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David (Skulptur)
Michelangelo
Eine Schulleiterin in Florida verliert ihren Job, nachdem sie Schülern Michelangelos David ohne vorherige Elternbenachrichtigung gezeigt hatte. Die Skulptur wurde von konservativen Eltern als pornographisch kritisiert. Der Fall verdeutlicht den Konflikt zwischen künstlerischer Bildung und puritanischen Moralvorstellungen in den USA und wirft Fragen über die Zensur von Kunstwerken in Schulen auf.