Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
Marcel Proust
Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (Originaltitel: ›À la recherche du temps perdu‹) • Neu editiert, mit aktualisierter Rechtschreibung • Voll verlinkt, und mit eBook-Inhaltsverzeichnis • Mit einem aktuellen Vorwort des Herausgebers (Nov/2014) • Enthält den 1919 mit dem wichtigsten französischen Literaturpreis ausgezeichneten zweiten Band ›Im Schatten junger Mädchenblüte‹ (›À l’ombre des jeunes filles en fleurs‹) sowie den kompletten dritten Band in der Übersetzung von Walter B...
Erwähnungen (7)
„Wie heißt dieses monströse Werk von Marcel Prust? Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Habt ihr schon so viel meint ihr, oder?“
Bas Kast vergleicht scherzhaft die Gesamtlänge aller bisherigen Alles-gesagt-Folgen mit Marcel Prousts monumentalem Roman. Jochen Wegner hatte gerade erwähnt, dass alle veröffentlichten Folgen zusammen über zwei Tage Hörzeit ergeben.
„auf der Suche nach der verlorenen Zeit oder so, als extrem in meinem Kopf als etwas, was sozusagen hauptsächlich aus keine Handlung besteht, sondern aus der Beschreibung eines Zustands über sehr viele Seiten, ein ganz tolles Werk“
Als Beispiel für Literatur ohne starke politische These oder Handlung angeführt
„Aber wenn ich jetzt überlege, auf der Suche nach der verlorenen Zeit oder so, als extrem in meinem Kopf, als etwas, was sozusagen hauptsächlich aus Ich glaube, das gibt es eigentlich alles.“
Jochen Wegner bringt Prousts Hauptwerk als Gegenbeispiel in die Diskussion über Migrationsliteratur ein – als Werk, das primär aus der Imagination und nicht aus einem migrantischen Erlebnis entstanden ist. Der Gedanke bleibt im Gespräch etwas unvollendet, dient aber als Referenzpunkt für die These, dass große Literatur nicht zwingend autobiografisch sein muss.
„Und natürlich ist die Literatur, das ist jedenfalls für mich, ein wunderbares Verfahren, mit diesem Problem umzugehen, indem sie eben manchmal so Augenblicke aus der Versenkung holt, wie auch bei Posten, Rußsuche nach der vergangenen Zeit, ist ja im Grunde auch eine Suche nach Augenblicken.“
Iris Radisch vergleicht die Erinnerungspoetik von Iris Wolfs Lichtungen mit Prousts Hauptwerk. Beide Texte arbeiten mit dem Phänomen, dass das meiste im Leben verloren geht und Literatur ein Mittel ist, intensive Augenblicke aus der Versenkung zu holen.
„Also Prusts Kunst bestand ja auf der Suche nach der verlorenen Zeit darin, feinste Seelenzustände mit einer unglaublichen sprachlichen ornamentalen Sensibilität zu beschreiben. Und zwar in einer Feinheit und in einer Genauigkeit, die ich für unvergleichlich halte.“
Precht würdigt Prousts Hauptwerk als Meisterleistung der Sprache: Seelenregungen in derart verfeinerter Form zu Papier zu bringen, in eleganten und authentischen Sätzen, sei eine einzigartige Kunst. Er räumt aber ein, dass viele der beschriebenen Gegenstände – die Musik Faurés, bestimmte impressionistische Gemälde – heutige Leser kaum noch bewegen.
„Das war so eine Sache neben der Suche nach der verlorenen Zeit, was ich mal in meinem Leben durchgelesen haben will. Bei der Suche nach der verlorenen Zeit bin ich noch auf Seite 2200. Da habe ich noch ein bisschen was.“
Bossong nennt Prousts Monumentalwerk als eines der zwei großen Leseprojekte ihres Lebens neben der Bibel. Sie ist bereits auf Seite 2200 angelangt, aber noch nicht fertig – es dient als Beispiel für die großen Lektüre-Vorsätze.
„Und manchmal sagt sie auch, naja, jetzt habe ich mich aber wieder wie die Odette bei Prust befasst. Habe ich mich selbst inszeniert?“
Im Gespräch über Anna-Katharina Fröhlichs 'Roberto und ich' vergleicht Alexander Cammann deren Selbstinszenierung mit der Figur Odette aus Prousts Romanwerk. Die Figur Odette de Crécy stammt aus 'Auf der Suche nach der verlorenen Zeit'.
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