Attributionsstudie zum Hochwasser im Ahrtal 2021
Friederike Otto / World Weather Attribution / Deutscher Wetterdienst
Wissenschaftliche Attributionsstudie zum verheerenden Hochwasser im Ahrtal 2021, durchgeführt von Friederike Otto und der World Weather Attribution in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst. Die Studie quantifiziert, wie stark der Klimawandel das Ereignis beeinflusst hat – mit einer Spanne von 1,5- bis 9-fach erhöhter Wahrscheinlichkeit, je nach verwendetem Klimamodell. Neben dem Klimawandel identifizierten die Forschenden die Flächenversiegelung als weiteren entscheidenden Faktor für die Katastrophe.
Erwähnungen (1)
„Dadurch ist eben das Ergebnis, dass der Klimawandel dieses Ereignis anderthalb bis neunmal wahrscheinlicher gemacht hat. Das ist ja eine relativ breite Spanne. Also es ist ein großer Unterschied, ob irgendwas sich nicht mal verdoppelt hat in der Wahrscheinlichkeit oder ob es zehnmal wahrscheinlicher geworden ist.“
Die Ahrtal-Studie wird als zentrales Beispiel für die schnelle Attributionsforschung diskutiert. Der Deutsche Wetterdienst hatte Otto kontaktiert, um die Ursachen des verheerenden Hochwassers zu untersuchen. Die Studie ergab eine breite Spanne (1,5- bis 9-fach erhöhte Wahrscheinlichkeit durch den Klimawandel), weil das betroffene Gebiet zu klein für die verfügbaren Klimamodelle war. Otto betont, dass neben dem Klimawandel auch die Flächenversiegelung eine entscheidende Rolle spielte – eine wichtige Erkenntnis für den Wiederaufbau.
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