Artikel über Sterbehilfe und Demenz
Martina Keller
Martina Keller untersucht die Motive hinter Sterbehilfewünschen und zieht dabei Daten aus Oregon heran, wo assistierter Suizid seit 1997 legal ist. Eine Erhebung aus 2017 zeigt, dass rund die Hälfte der Menschen, die Sterbehilfe beantragten, als Hauptmotiv angaben, ihrer Umwelt nicht zur Last fallen zu wollen – nicht Schmerzen oder unheilbare Krankheit. Der Artikel beleuchtet die gesellschaftliche Dimension des Sterbewunsches und diskutiert, inwiefern soziale Scham und das Gefühl, eine Bürde zu sein, den Sterbewunsch bei Menschen mit Demenz oder schwerer Erkrankung beeinflussen. Damit hinterfragt Keller kritisch, ob Sterbehilfe wirklich Selbstbestimmung fördert oder ob strukturelle Drücke – familiäre, finanzielle, soziale – Menschen in diese Entscheidung drängen.
Erwähnungen (1)
„Du hast ja immer wieder über Sterbehilfe geschrieben bei uns in der Zeit, Martina. Aber du hast in einem anderen Text geschrieben, dass die Hälfte der Menschen, die um Sterbehilfe gebeten haben, im Jahr 2017 angegeben haben, sie wollten ihrer Umwelt nicht mehr zur Last fallen.“
Sabine Rückert verweist auf einen früheren Artikel von Martina Keller in der ZEIT, in dem eine Erhebung aus dem US-Bundesstaat Oregon zitiert wird. Diese Statistik zeigt, dass ein Hauptmotiv für den Sterbewunsch nicht Schmerzen, sondern die Angst ist, anderen zur Last zu fallen – ein Aspekt, der die Diskussion um Sterbehilfe ethisch verkompliziert.
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