Artikel

Artikel über Homosexualität und biblische Normen

Jürgen Ebach

Der Alttestamentler Jürgen Ebach argumentiert, dass die Bibel auf homosexuelle Partnerschaften im modernen Sinne nicht abzielt, sondern nur einzelne Sexualakte im Kontext der antiken Reinheitsvorschriften regelt. Er kritisiert die selektive kirchliche Auslegung: Die gleichen Verbote des 3. Mosebuch, die Homosexualität als Gräuel bezeichnen, verbieten auch Bartstutzen, Schweinefleisch und die Teilnahme an Beerdigungen – Regeln, die heute niemand mehr befolgt. Mit diesem Befund widerlegt Ebach das Argument der „Natur" (das Paulus auch gegen lange Haare nutzte) und warnt vor zirkulärer Bibelexegese, bei der Texte selektiv zur Norm erklärt werden, wenn sie ein ohnehin feststehendes Urteil stützen. Trotz seiner Respekt vor der Schrift als Lebensnorm lehnt der Theologe jede Diskriminierung Homosexueller ab.

Artikel über Homosexualität und biblische Normen

Erwähnungen (1)

Unter Pfarrerstöchtern
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:18:47
„Und da habe ich einen wunderbaren Artikel von einem Professor gefunden, der heißt Jürgen E. Bach. Der ist Professor gewesen für Altes Testament an der Ruhr-Universität in Bochum.“

Sabine Rückert zitiert ausführlich aus einem Artikel des Alttestamentlers Jürgen Ebach, der die Selektivität der kirchlichen Bibelauslegung bei der Verurteilung von Homosexualität entlarvt. Ebach argumentiert, dass dieselben Reinheitsvorschriften des Leviticus, die Homosexualität verbieten, auch das Bartstutzen, Schweinefleischessen und die Teilnahme an Beerdigungen als Gräuel bezeichnen – Regeln, die heute niemand mehr befolgt. Rückert findet das Argument überzeugend und fasst zusammen: Das ist die Verurteilung der Homosexuellen durch die Christen auf den Punkt gebracht.

Ähnliche Medien

Das Buch Ruth
Buch 11× erwähnt

Das Buch Ruth

Jürgen Ebach

Wie funktioniert Verstehen? Die Grundfrage der Hermeneutik als Wissenschaftsdisziplin konfrontiert eine Theologie, die nicht nur innerhalb eigener Mauern relevant sein will, sondern öffentlich zu Herausforderungen einer komplexen Wirklichkeit Stellung bezieht, zwangsläufig mit der Frage, auf welchem Fundament sie steht und wie sie angesichts der Pluralität biblischer Traditionen Kriterien des Verstehens benennen und Orientierung geben kann.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books
Das Buch Rut
Buch 2× erwähnt

Das Buch Rut

Jürgen Ebach

Der Jalkut Schimoni ist ein Sammelwerk rabbinischer Auslegungen zur gesamten hebräischen Bibel. Unerforscht ist, nach welchen Kriterien die Auslegungen ausgewählt wurden und ob das Werk als umfassendes Nachschlagewerk für exegetische Fragen, zur Verbindung von Bibelauslegung in Talmud und Midrasch oder zur Reform der rabbinischen Auslegungstradition konzipiert wurde. Die Übersetzung des Werkes ist ein erster Schritt, diese Fragen zu beantworten.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books
Hiob-Kommentar
Buch

Hiob-Kommentar

Jürgen Ebach

Das Schweigen in biblischen Texten zur Sprache bringen Dreimal spricht der Gottesbote zu Hagar, diese aber schweigt. »Da wollte Kain seinem Bruder Abel etwas sagen« heißt es in Genesis 4,8 – aber Kain spricht nicht. Was, wenn diese und weitere Leerstellen keine Tradierungsfehler, sondern literarische Absicht sind? Jürgen Ebach lauscht dem beredten Schweigen in Texten des Alten und des Neuen Testaments und entdeckt eine bisher nicht wirklich wahrgenommene Form biblischer Kommunikation.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books
Hiob (Übersetzung)
Buch

Hiob (Übersetzung)

Jürgen Ebach

Enthält: Teil 1, Hiob 1-20; Teil 2, Hiob 21-42.

🛒 Amazon * 📕 Thalia 📚 Google Books