Artikel über den Mordfall Marwa El-Sherbini
Sabine Rückert
Am 1. Juli 2009 wurde die ägyptische Apothekerin Marwa El-Sherbini im Dresdner Landgericht von Axel W. mit 18 Messerstichen getötet – während sie als Zeugin aussagte, weil er sie zuvor als Terroristin beschimpft hatte. Sabine Rückert analysiert, wie das deutsche Rechtssystem in diesem Fall strukturell versagte: Richter, Justizbeamte und Staatsanwälte handelten jeweils nach Vorschrift, und trotzdem wurde eine Frau im Schutzraum eines Gerichtssaals ermordet. Der Fall gilt als erstes rassistisch motiviertes Attentat auf eine Muslimin in Deutschland und löste international, besonders in der arabischen Welt, Entsetzen aus. Die zentrale These des Textes: Nicht böser Wille, sondern das Zusammenspiel von Gleichgültigkeit, Bürokratie und fehlender Sensibilität ermöglichte die Tat.
Erwähnungen (1)
„Das, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, finde ich, ist das perfide an diesem Fall. Alle wollten alles richtig machen. Und am Ende, das schreibst du, Sabine, am Ende deines Textes ist ein Mensch tot.“
Andreas Sentker verweist auf einen Text von Sabine Rückert über den Mordfall im Dresdner Landgericht, in dem Axel W. die Ägypterin Marwa El-Sherbini erstach. Der Artikel beschreibt, wie trotz guter Absichten aller Beteiligten das System versagte und eine Frau in einem deutschen Gerichtssaal ermordet wurde. Der genaue Titel und Erscheinungsort werden nicht genannt, es handelt sich aber vermutlich um einen ZEIT-Artikel.
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