Artikel über den Isenheimer Altar und Schmerzgesellschaft
Jörg Scheller
Jörg Schellers Feuilleton-Text behandelt den Isenheimer Altar von Matthias Grünewald als künstlerische Auseinandersetzung mit dem Leiden am Kreuz. Der Text interpretiert diese klassische christliche Ikonografie als Gegenpol zur modernen gesellschaftlichen Tendenz der totalen Schmerzvermeidung und stellt die künstlerische Darstellung von Leid als kulturelle und philosophische Notwendigkeit dar. Der Isenheimer Altar, eines der bedeutendsten Werke der deutschen Kunstgeschichte, dient Scheller als Reflexionspunkt für die Frage, wie eine Gesellschaft mit Leiden und Schmerz umgeht und welche Bedeutung deren künstlerische Darstellung hat. Das Werk wird damit nicht nur kunsthistorisch betrachtet, sondern als zeitlose Mahnung gegen eine Kultur der Schmerzverleugnung verstanden.
Erwähnungen (1)
„Wir haben interessanterweise neulich einen Text im Füllton gehabt von dem Kollegen Jörg Scheller. Es ging um eine alte christliche Darstellung von Jesus Tod am Kreuz.“
Ein Feuilleton-Text, der die Darstellung des Leidens am Kreuz als Symbol gegen die gesellschaftliche Tendenz zur totalen Schmerzvermeidung interpretiert.
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Der Artikel behandelt den Isenheimer Altar von Matthias Grünewald als kulturhistorisches Meisterwerk und Ausgangspunkt für eine Reflexion über die gesellschaftliche Schmerzvermeidung. Der Text argumentiert, dass moderne Bemühungen zur Eliminierung von Schmerz – etwa durch Opioide oder das Unterbinden von Unbehagen – zu einem Verlust von existenzieller Intensität und menschlicher Tiefe führen. Die unmittelbare Darstellung des Leidens im Altar wird als erhellendes Symbol einer differenzierteren Sicht auf Schmerz in Gesellschaften verstanden, die ihn zu verdrängen suchen.
Titanic
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Panama Papers
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Die Panama Papers sind ein massiver Leak von über 11,5 Millionen Finanz- und Rechtsdokumenten, der vom International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) enthüllt wurde. Der Leak deckt auf, wie ein globales System von geheimen Offshore-Firmen Kriminelle, Korruptionsakteure und andere illegal handelnde Personen ermöglicht. Die Dokumente stammen von Panamanian Quellen und offenbaren die Mechanismen zur Verschleierung von Vermögen und illegalen Aktivitäten weltweit. Die Veröffentlichung durch das ICIJ Netzwerk stellt einen bedeutenden Dokumentarjournalismus-Coup dar, der die Verflechtung zwischen Finanzindustrie, Rechtsanwälten und Politikern aufzeigt.