Anleitung, ein anderer zu werden
Édouard Louis
Plurale Herkunftserzählungen prägen die gegenwärtige Literatur. Der Plural konterkariert und unterläuft dabei monolithische Konzepte personaler Identität und zeigt die Subjekte als multidimensional verwoben, u.a. in ihren sozialen, familiären oder religiösen Kontexten. In intersektionalen Perspektiven fokussieren Autor*innen wie Saša Stanišić, Christian Baron, Sharon Dodua Otoo oder Deniz Ohde auf Formen einander überlagernder Gewalt und Exklusion.
Erwähnungen (1)
„Davor habe ich das Buch von Edouard Louis, der jetzt ein neues geschrieben hat. Anleitung, ein anderer zu werden, oder? Wo er seine eigene Geschichte... Zum vierten Mal? Trotzdem gut. Ich meine, der Mann ist ein Genie und schafft es, selbst die gleiche Geschichte beim vierten Mal besser aufzuschreiben als andere Leute eine neue Geschichte aufschreiben.“
Ricarda Lang empfiehlt das neueste Buch von Édouard Louis, obwohl es bereits zum vierten Mal seine eigene Geschichte erzählt. Sie findet ihn trotzdem genial, weil er es schafft, die gleiche Geschichte besser zu erzählen als andere eine neue. Christoph Amend ordnet ein, dass Louis sich als junger, schwuler, französischer Schriftsteller in Paris neu erfunden hat.
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