Anfrage
Christian Geißler
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Detlef Grumbach Christian Geissler untersucht in seinem Romandebüt "Anfrage" (1960) die Schuld der Väter am Holocaust und greift die "Wir haben von allem nichts gewusst"-Haltung der Adenauer-Ära an. Das war neu und stieß nicht gerade auf Gegenliebe in der Nachkriegsgesellschaft. Der Roman erzählt vom Physiker Klaus Köhler, der herausfinden will, was mit der jüdischen Familie Valentin geschehen ist.
Erwähnungen (1)
„Ich lese gerade von Christian Geissler die Anfrage. Das ist sehr spannend, weil er hat dieses Buch «58» geschrieben und das Buch ist dann völlig untergegangen und jetzt vor kurzem im Verbrecherverlag neu aufgelegt worden.“
Monika Hauser spricht über die deutsche Nachkriegsgesellschaft und die Unfähigkeit, über Schuld und Scham zu reden. Christian Geißlers Buch 'Anfrage' (1960) stellt die Frage, wo die Väter sind, die so viel Unheil angerichtet haben und nun mit der jungen Generation darüber sprechen müssten. Das Buch wurde damals totgeschwiegen und ist erst kürzlich im Verbrecherverlag neu aufgelegt worden – für Hauser ein Schlüsseltext zum Verständnis der deutschen Verdrängungsgeschichte.
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