Andorra
Max Frisch
Max Frischs Parabel-Stück „Andorra" erzählt von einem jungen Mann, der als jüdisch gilt und daraufhin allen Antisemitismus seiner Umgebung auf sich zieht – bis er sich selbst als Jude identifiziert, obwohl er keiner ist. Das Stück zeigt als subversive literarische Form, wie gesellschaftliche Zuschreibungen und Vorurteile Identität prägen und herrschende Systeme unterlaufen können. Es ist ein prägnantes Beispiel für die Macht von Stereotypen und bleibt in aktuellen Identitätsdebatten hochrelevant.
Erwähnungen (1)
„von dem dann gesagt wird, er sei ein jüdisches Kind. Und dann beginnt er alles, was an Antisemitismus gibt, zieht er auf sich, bis er sich selbst damit identifiziert. Und sich selbst, obwohl man ihm dann sagt, du bist eigentlich gar kein Jude, sich dann selbst als Jude fühlt. Also das ist ein kleiner Kommentar zu den Identitätsdebatten.“
Johanna Haberer beschreibt die Handlung von Max Frischs Parabel-Stück, in dem ein junger Mann als jüdisch gilt, allen Antisemitismus auf sich zieht und sich schließlich selbst als Jude identifiziert – obwohl er keiner ist. Sie nutzt das Beispiel, um zu zeigen, dass Parabeln als subversive literarische Form herrschende Systeme unterlaufen können.
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