Aïr
Christian Kracht
Die Reihe Gegenwartsliteratur - Autoren und Debatten präsentiert konzise Auseinandersetzungen mit vorwiegend deutschsprachiger Literatur nach 1989. Sie ermöglicht ihren Leserinnen und Lesern Annäherungen an Texte, deren Bedeutungsspektrum noch längst nicht ausgeleuchtet ist. Die thematisch fokussierten Bände liefern Impulse zu den drängendsten Fragen der literarischen Jetztzeit.
Erwähnungen (1)
„Und jetzt kommt ein neuer Roman, der nicht so sehr autobiografisch ist, sondern eigentlich könnte man sagen nun wirklich fast das radikale Gegenteil davon, auch nicht autofiktional oder sowas. Er handelt von einem Innenarchitekten könnte man sagen oder Inneneinrichter, Paul heißt der.“
Der neue Roman von Christian Kracht ist das Hauptwerk dieser Episode und wird ausführlich besprochen. Er handelt von Paul, einem Inneneinrichter in Schottland, der bei einem Auftrag in einem norwegischen Rechenzentrum durch eine Sonneneruption in eine mittelalterliche Parallelwelt versetzt wird. Die Sprecher diskutieren intensiv die vielfältigen Deutungsebenen – Kapitalismuskritik, politische Signale, Fantasy-Elemente und die Frage, ob der Roman kitschig oder zutiefst humanistisch ist.
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Faserland
Christian Kracht
Ein junger Mann irrt durch die alte Bundesrepublik. Wir schreiben das Jahr 1995, und die Mauer ist gefallen, das interessiert den jungen Mann aber nicht. Von Nord nach Süd lässt er sich treiben, von Sylt zum Bodensee, dann weiter nach Zürich ans Grab von Thomas Mann. Betrunken ist er häufig, angewidert eigentlich ständig. Von den Menschen, dem Land, der Zeit. Geld hat er viel, Stil auch, nur Halt hat er keinen. Er versteht alles, sagt er, dann entgleitet ihm wieder alles.
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Christian Kracht
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1979
Christian Kracht
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Christian Kracht
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