Abschiedstext über Angela Merkels Rückzug
Jana Hensel
Die Schriftstellerin Jana Hensel würdigt Angela Merkel in der Zeitung Die Zeit anlässlich deren Ankündigung, nicht erneut als Kanzlerin anzutreten. Der Kritiker Jochen Wegner hinterfragt, ob Hensel Merkel dabei verklärt. Hensel begründet ihre Faszination rational: Merkel als Ostdeutsche und Frau sei ein seltenes Vorbild, durch das sie die fehlende Repräsentation Ostdeutscher thematisieren könne. Der Artikel wirft die grundsätzliche Frage auf, ob Kunstschaffende wieder vermehrt die politische Obrigkeit verherrlichen – ein Phänomen, das lange als überwunden galt.
Erwähnungen (1)
„Du hast auch ein sehr, für mich auch sehr lesenswertes, bewegendes Stück geschrieben, als sie angekündigt hat, dass sie nicht nochmal antritt. Und hast geschrieben, aber dennoch Merkels spröder Glanz, ihr so unglamouröser Glamour hat auch auf jene abgefärbt, die ihn stets bestritten haben. Wir alle wurden größer darin.“
Jochen Wegner zitiert aus einem weiteren Text von Jana Hensel über Angela Merkel — diesmal anlässlich der Ankündigung, nicht erneut als Kanzlerin anzutreten. Wegner nutzt das Zitat, um die Frage aufzuwerfen, ob Hensel Merkel nicht verkläre. Hensel verteidigt sich: Ihre Faszination sei rational begründet, weil Merkel als Ostdeutsche und Frau ein seltenes Vorbild darstelle und sie über Merkel die fehlende Repräsentation Ostdeutscher thematisieren könne.
Ähnliche Medien
Neues Buch von Jana Hensel
Jana Hensel
«Ein Bericht aus einem Land, fremder als der Mond.» (Elke Heidenreich) Jana Hensel war dreizehn, als die Mauer fiel. Von einem Tag auf den anderen war ihre Kindheit zu Ende. Die vertrauten Dinge des DDR-Alltags verschwanden gleichsam über Nacht – plötzlich war überall Westen, die Grenze offen, die Geschichte auch. Eine ganze Generation machte sich daran, das veränderte Land neu zu erkunden. Jana Hensel erzählt von ihrem Leben in der Schwebe zwischen Ost und West.
Offener Brief an Angela Merkel
Jana Hensel
Jana Hensel berichtet von einem Wahlkampfauftritt Angela Merkels in Finsterwalde, bei dem die Kanzlerin von Pöblern niedergebrüllt wurde. Sie schrieb daraufhin einen offenen Brief über das Erlebnis, der viral ging und fast eine Million Leser erreichte. Der Text beschreibt, wie Hensel vor Ort war, aufgewühlt nach Hause fuhr und nachts impulsiv den Brief verfasste.
Wir brauchen euch / Brief an die Westdeutschen
Jana Hensel
Jana Hensel reflektiert in einem emotionalen Brief an Westdeutsche ihre Erfahrungen als Ostdeutsche zum 25. Jahrestag des Mauerfalls. Sie untersucht, warum Westdeutsche dieses Ereignis nicht als Teil ihrer eigenen Biographie wahrnehmen, und zieht dabei Parallelen zu migrantischen Identitäten, die in Deutschland ähnlich marginalisiert werden. Der Text entstand aus einer gescheiterten Recherche und offenbart die tiefen Unterschiede in der Wahrnehmung zwischen Ost und West.
Artikel über Kraftklub
Jana Hensel
Jan Kummer und Beate Düber sind die Eltern berühmter Chemnitzer Kinder. Sie sind aber auch: Aufrechte aus der Mitte, die bei Wind und Wetter gegen Pegida demonstrieren.