24 Hour Psycho
Douglas Gordon
Der Künstler Douglas Gordon manipuliert Zeit in Film- und Videoinstallationen, um Zuschauer zu desorientieren und neue Perspektiven zu schaffen. Sein berühmtestes Werk „24 Hour Psycho" (1993) verlangsamt Hitchcocks Klassiker so extrem, dass der Film eine ganze Tagesschau dauert – jedes Bild wird zur Standfotografie. Durch diese Manipulation werden normalerweise übersehene Bilddetails sichtbar, während die Spannung des Originals in eine Art nervöse Langeweile übergeht. Gordon nutzt die technologische Möglichkeit, Filme zu kontrollieren und zu manipulieren, als künstlerisches Material, wobei Speicher und Wahrnehmung des Betrachters zentral werden.
Erwähnungen (1)
„Dann haben wir in der Augestraße in irgendeinem Abrissgebäude, war es ja damals, haben wir eine Leinwand aufgebaut und den Film Psycho von Hitchcock projiziert. Aber so lange, so langsam, dass ein Durchgang 24 Stunden dauert.“
Douglas Gordons ikonische Videoinstallation von 1993, bei der Hitchcocks Psycho auf 24 Stunden gestreckt wird, wird als frühes Beispiel für die radikale Kunstszene der 90er-Jahre in Berlin beschrieben. Biesenbach zeigt damit, wie Kunst auch ohne institutionellen Rahmen eine enorme Wirkung entfalten konnte.
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