1. Korintherbrief
Paulus
In die Frage nach der Authentizität der umstrittenen Paulusbriefe ist in den letzten Jahren Bewegung gekommen. Es wurde überzeugend gezeigt, dass zumindest einzelne dieser Briefe kaum als nachpaulinische "Fälschungen" verstanden werden können. Die vorliegende Studie untersucht nicht nur detailliert die Argumente gegen die Echtheit aller umstrittenen Paulusbriefe, sondern legt auch dar, dass diese insgesamt besser als Teil des "echten" Paulus zu verstehen sind.
Erwähnungen (3)
„Bei Paulus gibt es schon diese geistreiche Bemerkung, dass dieser neue Glaube den Juden ein Ärgernis und den Heiden eine Torheit sei.“
Ijoma Mangold beschreibt die historische Unwahrscheinlichkeit des Aufstiegs des Christentums und zitiert Paulus' berühmte Formulierung aus dem 1. Korintherbrief, um zu zeigen, wie das frühe Christentum sowohl für Juden als auch für die griechisch-römische Welt eine Provokation darstellte.
„Und wir haben eigentlich, haben wir ja auch Spuren, wie die Urchristen das zunächst gemacht haben, weil der Paulus schreibt ja im 11. Kapitel, im 1. Korintherbrief, da beschwert er sich, der Paulus muss ja immer alles richtig stellen und so.“
Johanna Haberer zitiert den 1. Korintherbrief des Paulus (Kapitel 11), um zu zeigen, wie die urchristliche Abendmahlspraxis entartete: Reiche begannen vor den Armen zu essen und zu trinken, woraufhin Paulus den Gemeinschaftsgedanken einforderte.
„Wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte, wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts.“
Im Eislinger-Artikel wird das berühmte Hohelied der Liebe aus dem 1. Korintherbrief zitiert, um die theologische Bandbreite des Paulus zu illustrieren – einerseits große Liebesbotschaften, andererseits harsche Ausfälle gegen Homosexuelle und Vegetarier.
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